Löhne Lernende

Die Lehrverhältnisse werden grundsätzlich gemäss Berufsbildungsgesetz durch den Lehrvertrag geordnet. Die definierten Mindestlöhne des GAV im Schweizerischen Gebäudehüllengewerbe gelten für die gesamte Laufdauer des aktuell geltenden Gesamtarbeitsvertrages, welcher per 01.01.2014 inkraft gesetzt wird.

Zweitausbildungen

Berechnungsgrundlage für Löhne

Arbeitnehmende, welche einen Lehrvertrag für eine Zweitausbildung unterzeichnet haben und entsprechende Tätigkeiten ausführen, sind ab 2014 dem Gesamtarbeitsvertrag des Gebäudehüllengewerbes unterstellt, auch wenn sie schon ein Fähigkeitszeugnis einer anderen Branche besitzen. Das heisst, die Höhe des Lohnes kann individuell bestimmt werden. Wenn der Lernende bereits über ein Polybau Fähigkeitszeugnis verfügt, empfehlen wir folgende Berechnungsgrundlage.

Als Basislohn kann der Minimallohn des GVA Gebäudehüllengewerbe für gelernte Fachleute im ersten Jahr nach der Lehrabschlussprüfung herbeigezogen werden.

CHF 4'438.00

Es ist zu berücksichtigen, wie gut der Lernende in der neuen Fachrichtung eingesetzt werden kann. Hat er bereits einschlägige Erfahrung und kann gut eingesetzt werden? Kann er selbstständig Arbeiten ausführen? Braucht er aus Mangel an Erfahrung noch viel Unterstützung ist daher eher unselbstständig?
Je nach Zutreffen der oben genannten Punkte kann eine Lohnreduktion von 10-50% gegenüber dem oben genannten Mindestlohn realistisch sein.

 

Beispiel

 

Gelernter Dachdecker, aktuelle Zweitausbildung Fassadenbau, hat wenig Erfahrung, ist aber sehr motiviert.

 

Abzug von 30% für die reduzierte Arbeitsleistung

- CHF 1'331.40

Abzug von 20% für Abwesenheit für Berufsschule: 8 Wochen/Jahr Abwesenheit für Überbetriebliche Kurse: 8 Tage/Jahr

- CHF 887.60

Lohnempfehlung für Zweitausbildung

CHF 2'219.00